Brandschutz an Beton­decken-, Stahlstein- und Rippen­decken­­konstruk­tionen

Bei der brandschutztechnischen Ertüchtigung von Betondeckenkonstruktionen, Stahlstein-, Bims-Beton- und Ziegeldecken ist Brandschutzputz eine äußerst wirtschaftliche Ausführungsvariante.

Brandschutz an Rippen-Stahlstein-Betondecken­konstruktionen F30 – F90

Material für Brandschutzputz:

DOSSOLAN Hoeco FII/1 Rohdichte ca. 200 – 300 kg/m³
DOSSOLAN 3000 Rohdichte ca. 320 – 480 kg/m³
DOSSOLAN Thermique Rohdichte ca. 200 – 300 kg/m³

Verarbeitung KEMATHERM-Systemtechnik:

Die brandschutztechnische Ertüchtigung von Betondecken-, Stahlstein-, Bims-Beton, Ziegel-und Rippen-Kassettendecken ist der Brandschutzputz auf Grundlage der geringen Rohdichte eine äußerst wirtschaftliche und statisch problemlösende Ausführungsvariante.

Bei der Verwendung der DOSSOLAN Brandschutzputze auf Bauteilen aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton, gilt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik Berlin.

Bei abweichenden Konstruktionen wie z.B. Stahlstein– und Rippen-Kassettendecken, erfolgt eine Zulassungsprüfung aus Kostengründen nicht. Die bisherigen tausendfachen Anwendungen für Stahlsteindecken erfolgte in Anlehnung an die Zulassung für Betonteile, da hier nur geringfügigste Abweichungen zu erwarten wären. In Applikation auf die Gleichwertigkeit bei der Bauwerkskonstruktion im Brandfall, konnte bisher stets auf Empfehlung des Materialprüfamtes Leipzig auf eine Anwendungsprüfung im Einzelfall verzichtet werden. Sollte dieses für diese Bauvorhaben erforderlich werden, so sind nachfolgende Kosten zu veranschlagen: Gutachterliche Stellungnahme für die Einzelfallanwendung für diese BV durch da MPA Leipzig auf deren Grundlage der Bauaufsichtlichen Zulassung – Nr. 19.16-65.

Material:
Mineralfaser-Brandschutzputz DOSSOLAN Thermique, DOSSOLAN 3000 oder HOECO FII/1

Zur Ermittlung der erforderlichen Putzdicken ist gemäß Prüfzeugnis und bauaufsichtlicher Zulassung anzumerken, dass 1 mm Brandschutzputz DOSSOLAN Hoeco FII/1, DOSSOLAN 3000 oder DOSSOLAN Thermique brandschutztechnisch 2 mm Normalbeton oder Putz der Mörtelgruppe Pb IV ersetzt.
Die Mindestauftragsstärke beträgt 10 mm.

Der Untergrund muss fest sein; Anstriche müssen verseifungsfreien Farben (pH-Wert >11) bestehen. Außerdem müssen Anstriche fest, fett- und rußfrei sein. Vor dem Aufspritzen des Brandschutzmaterials muss ein Haftgrund (gem. Zulassung) auf die vorbereitende Deckenfläche aufgebracht werden. Bei sehr schlechten Untergründen sollte Streckmetall als Haftbrücke angedübelt werden. Der Brandschutzputz muss nach dem Aufbringen durch Anrollen oder Andrücken gem. Zulassung mit geeigneten Werkzeugen nachgearbeitet werden. Die Abrechnung erfolgt nach abgewickelter Putzfläche. Bei Sichtflächen muss zusätzlich eine feinporige Oberflächenstruktur hergestellt werden.

Die Oberflächen bei reiner Brandschutzfunktion (bei abgehängten Decken oder zusätzlichen Plattenbekleidungen) verbleiben grobporig. Die Abhänger für Unterdeckenkonstruktionen oder technische Einrichtungen können vor oder nach den Brandschutzarbeiten direkt an der Deckenkonstruktion montiert werden. Bei der Abhängermontage entstehende Beschädigungen oder Fehlstellen der Putzbeschichtung müssen nachgearbeitet werden.

Systemgeeignete Oberflächenverfestiger erhöhen die Abriebfestigkeit, der Einsatz zusätzlicher Farbbeschichtungen erfüllt erhöhte optische Anforderungen oder mechanische Beanspruchungen an die Oberflächen. Durch genannte Maßnahmen ist bei Mineralfaserputzen ein Faserabrieb durch Luftzirkulation ausgeschlossen.

Brandschutzputzsysteme dürfen nur von Fachbetrieben verarbeitet werden, die über die notwendige Fachkenntnis verfügen und autorisiert sind. Eine gültige Verarbeiterbescheinigung und ggf. Referenzen sind beizufügen.

Die in den Mineralfaserputzen DOSSOLAN Hoeco FII/1, DOSSOLAN 3000 oder DOSSOLAN Thermique enthaltenen Mineralfasern sind gem. Zertifikat des Fraunhofer-Instituts biolöslich und werden daher weder als krebsverdächtig noch krebserregend eingestuft.

Hinweis:
Brandschutzputz darf im Außenbereich nicht ohne ausreichenden Witterungsschutz eingesetzt werden.